Später haben Wissenschaftler herausgefunden, was da passiert. Etwas höchst Spannendes! Erleiden wir ein Trauma und können wir das nicht verarbeiten, entsteht zwischen Neocortex und limbischem System eine Entkoppelung. Anders ausgedrückt, unser Faktengehirn trennt sich von unserem Emotionengehirn. Das kann dann z. B. bei Panikschüben in Dauerstress ausarten. Die Augenbewegung bewirkt nun eine sogenannte bilaterale Stimulation, die dazu führt, dass wieder zusammenfindet, was zusammengehört: Das Erlebte wird wieder vollständig abgespeichert und soll Sie dann nicht mehr so stark triggern wie vorher.
Inzwischen hat sich das Verfahren weiterentwickelt. Hatte Shapiro in den Anfängen nur mit den Augen gearbeitet, so ist heute Stand der Wissenschaft, dass man genauso gut mit taktilen Reizen eine bilaterale Stimulation erzeugen kann, auf die unser Gehirn reagiert. Wer mit den Augenbewegungen nicht zurechtkommt, bei dem kann das abwechselnde Klopfen auf die Beine eine ähnliche Wirkung erzielen.
Hinweis: Die Kinderbilder auf meiner Webseite stehen für unsere Persönlichkeitsanteile, die jeder von uns hat und die zumeist in der Kindheit entstanden sind.