Kind mit Tropenhelm schaut mit dem Fernglas durchs hohe Gras – auf der Suche nach der Ursache
Yager Code
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Ablauf einer Yager-Code-Sitzung: offen, verdeckt oder stellvertretend

Kurz erklärt: In einer Yager-Code-Sitzung sind Sie wach und reden mit. Der Therapeut stellt Ihrem inneren „Zentrum“ Fragen, und Sie geben die Antworten weiter. Das Zentrum findet die Teile, die ein Problem auslösen, und verändert sie. Das geht auf drei Arten: offen, verdeckt – dann müssen Sie nichts erzählen – oder stellvertretend, zum Beispiel durch die Eltern für ihr Kind. An einem Fall zeige ich Ihnen alle drei.

Vor der ersten Sitzung: das kostenlose Vorgespräch

Im Vorgespräch (15 Minuten, telefonisch oder per Video) klären wir, worum es geht und ob der Yager Code zu Ihrem Anliegen passt. Sie können alle Fragen stellen, die Sie haben. Was der Yager Code ist, lesen Sie im Beitrag Yager Code Therapie: Was ist das?.

Die Schritte einer Behandlung

  1. Zeit für Ihr Anliegen: Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für Ihre Geschichte und Ihr Ziel, so wie es auch ein guter Arzt tut. Dazu füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus: Wie stark beeinträchtigt das Problem Ihr Leben? Am Ende der Behandlung füllen Sie ihn noch einmal aus. So sehen wir gemeinsam, was sich verändert hat. Anhand der sogenannten Grundannahmen erkläre ich Ihnen, wie der Yager Code arbeitet, was Sie tun sollten und was Sie besser vermeiden.
  2. Ihr Zentrum kennenlernen: Sie lernen Ihr Zentrum kennen, Ihren inneren Experten für seelische Wunden, und erfahren, wie Zentrum in Ihnen arbeitet. Sie bleiben dabei wach und bei klarem Bewusstsein.
  3. Analyse und Ziel: Sie beschreiben mir Ihr Problem und die Symptome, unter denen Sie leiden, sodass Zentrum in Ihrem Geist eine Analyse durchführen kann. Es sucht die Teile, die das Problem auslösen. Gemeinsam legen wir das Ziel fest.
  4. Bearbeitung: Das Zentrum rekonditioniert die betroffenen Teile, damit zum Beispiel aus einstigen Blockaden Ressourcen werden können. Die Ursachen kommen dabei nur so weit in Ihr Bewusstsein, wie es sich für Sie gut anfühlt.

Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, besprechen wir im Vorgespräch.

Ein Fall, drei Wege: Gerda und das Martinshorn

Gerda litt unter folgenden Symptomen: Sobald eine Sirene vorbeifuhr, bekam sie Schnappatmung und Herzrasen und erlebte panikartige Momente. Einen Grund dafür kannte sie nicht.

1. Die offene Sitzung

Gerda gibt weiter, was ihr Zentrum antwortet. So erfährt sie, woher ihre Panik kommt. Das Zentrum zeigt zwei Ursachen:

  • Vor ihrer Geburt: eine Belastung aus den Bombennächten, die in ihrer Familie weitergegeben worden war. Daran sind 3 Teile beteiligt.
  • Am Anfang ihres eigenen Lebens: Gerda war im Krankenwagen zur Welt gekommen, mit Blaulicht und Sirene. Aus ihrer Kindheit sind 14 Teile beteiligt. Das Zentrum bearbeitet sie in drei Durchläufen: erst 4, dann 7, dann 3 Teile.

Diese Teile sind durch das Erlebte konditioniert: Sie ziehen die falschen Schlüsse oder bilden nicht hilfreiche Glaubenssätze. Zentrum rekonditioniert sie, das heißt, es löst die fehlerhafte Konditionierung auf und verknüpft die Teile in sinnvoller Weise neu. Danach kehrt Ruhe ein.

2. Die verdeckte Sitzung

Derselbe Fall, aber Gerda möchte nichts über die Ursachen erfahren oder erzählen. Dann arbeitet das Zentrum verdeckt. Gerda gibt vor allem kurze Antworten weiter, manchmal auch längere, immer aber die Anzahl der betroffenen Teile. So sieht die Sitzung für den Therapeuten aus:

  • Zuerst meldet das Zentrum 3 Teile, die bearbeitet werden.
  • Dann folgen drei Durchläufe mit 4, 7 und 3 Teilen.

Woher die Teile stammen, bleibt verborgen – auch für den Therapeuten. Auch hier kehrt danach Ruhe ein. Diese Form eignet sich für Menschen, denen es schwerfällt, über Belastendes zu sprechen, oder die es nicht noch einmal durchleben möchten.

3. Die stellvertretende Sitzung

Angenommen, Gerda wäre ein Kind. Dann können die Eltern stellvertretend für sie arbeiten. Ein Elternteil gibt die Antworten weiter, die Gerdas Zentrum über ihn vermittelt. Die Teile, die die Panik auslösen, werden genauso gefunden und bearbeitet – offen oder verdeckt. Stellvertretend arbeiten ist auch bei Erwachsenen möglich, wenn der Vertretene damit einverstanden ist.

Was Sie in einer Sitzung spüren

Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Bei manchen läuft ein innerer Film ab, und zu den einzelnen Teilen tauchen die passenden Gefühle auf. Andere erleben nur eine nackte Zahl, ganz ohne Emotion. Beides ist in Ordnung, und beides wirkt: Die Arbeit macht das Zentrum, nicht Ihr Gefühl in diesem Moment.

Kann man den Yager Code selbst anwenden?

Ja, das ist möglich. Aber niemand ist ein objektiver Ratgeber in eigener Sache. Wer mit sich selbst arbeitet, übersieht leicht genau die Stellen, um die es eigentlich geht. Ein Therapeut hält den Rahmen, stellt die Fragen und behält den Überblick – gerade bei Themen, die tief gehen.

Fazit

Ob offen, verdeckt oder stellvertretend: Sie bestimmen, wie viel Sie erfahren und erzählen möchten. Die Arbeit macht Ihr Zentrum. Den Yager Code biete ich in München-Schwabing, am Chiemsee und online an.

Mehr dazu: Yager Code · Häufige Fragen zum Yager Code · Kostenloses Vorgespräch vereinbaren

„Frage und forsche, suche und finde!“ (Sir 6,27)

Noch Fragen? In den häufigen Fragen finden Sie kurze Antworten zu Yager Code, Hypnose, Ablauf und Kosten. Zu den häufigen Fragen (FAQ)
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(Heilpraktiker für Psychotherapie
Traumatherapie / Hypnotherapie)

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