
Viele Menschen denken bei einer Abtreibung zuerst an die Frau. Doch auch Männer können unter einem Schwangerschaftsabbruch erheblich leiden. Besonders dann, wenn sie das Kind behalten wollten und die Entscheidung nicht beeinflussen konnten. Kennst du diese Situation? Die psychischen Folgen bleiben oft für viele Jahre unsichtbar, weil Männer seltener darüber sprechen und ihr Leid häufig mit sich selbst ausmachen. Ob und wie Männer unter einem sogenannten PAS-Syndrom leiden, wird hier behandelt. Und natürlich, wie man diskret helfen kann.
Peter war 34 Jahre alt, als seine Freundin ihm sagte, dass sie schwanger sei. Für ihn war die Nachricht zunächst ein Schock, dann eine Freude. Er begann bereits, sich das Leben als Vater vorzustellen. Doch einige Wochen später teilte ihm seine Freundin mit, dass sie das Kind nicht bekommen werde.
Peter versuchte zu argumentieren, zu überzeugen und gemeinsame Lösungen zu finden. Am Ende musste er ohnmächtig zusehen, wie die Entscheidung allein bei ihr lag. Nach dem Schwangerschaftsabbruch fühlte er sich hilflos, machtlos und innerlich leer und wahnsinnig wütend. Nach außen funktionierte er weiter. Innerlich litt er jedoch wie ein Hund und fühlte sich schuldig. Sein Selbstwertgefühl ging in den Keller.
Das Post-Abtreibungssyndrom bei Männern, kurz PAS, Symptome können hier sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Männer berichten über Traurigkeit, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme. Andere entwickeln Wut, Rückzugstendenzen oder depressive Verstimmungen.
Typische Anzeichen können sein:
Schuldgefühle
Trauer und Verlustgefühle
Grübeln über alternative Zukunftsverläufe
Schlafstörungen
Gereiztheit
Rückzug aus der Partnerschaft
Verlust von Lebensfreude
depressive Symptome
Oft erkennen Betroffene selbst nicht, dass ihre Beschwerden mit dem Schwangerschaftsabbruch zusammenhängen.
Schuldgefühle und Trauer sind ein großes Thema, über das wenig gesprochen wird. Manche Männer fragen sich, ob sienicht stärker hätten kämpfen müssen, sich durchsetzen zum Schutz des Lebens. Andere geben sich die Schuld, weil sie die Schwangerschaft ursprünglich nicht geplant hatten und die Beziehung einen anderen Verlauf nimmt. Die Folge: Oft bestraft sich der Mann für sein Fehlverhalten und erlaubt sich keinen Erfolg.
Während die Frau medizinische und psychologische Unterstützung erhält, - leider nicht immer die Richtige - bleibt der Mann häufig mit seinen Gefühlen allein. Warum lässt die Gesellschaft heute so wenig Raum für die Trauer des Mannes?
Viele berichten von Gedanken wie:
"Ich habe mein Kind verloren."
"Ich hätte etwas tun müssen."
"Niemand versteht, wie ich mich fühle."
"Ich habe kein Recht zu trauern."
Die psychische Belastung nach Schwangerschaftsabbruch für Väter kann noch Jahre später spürbar sein. Manche Männer vermeiden Gespräche über Kinder. Andere reagieren emotional auf Schwangerschaften im Freundeskreis oder auf den Geburtstag des ungeborenen Kindes.
Besonders schwierig wird es, wenn ungelöste Trauer die Partnerschaft belastet. Nicht selten entstehen Vorwürfe, Rückzug oder emotionale Distanz. Die ursprüngliche Beziehung überlebt den Schwangerschaftsabbruch manchmal nicht.
Die emotionale Reaktion von Männern nach Abtreibung hängt von vielen Faktoren ab:
Wie sehr hast du dich auf die Vaterrolle gefreut?
Wurdest du in die Entscheidung einbezogen?
Welche persönlichen Werte hast du?
Welche Erfahrungen hast du selbst in deiner Herkunftsfamilie gemacht?
Wofür verdrängst du deine Gefühle?
Männer haben gelernt, stark zu sein und Probleme alleine zu lösen. Trauer, Hilflosigkeit oder Ohnmacht passen oft nicht zu diesem Selbstbild.
Hinter dem Verdrängen stehen häufig alte Glaubenssätze:
"Ein Mann weint nicht."
"Ich muss funktionieren."
"Gefühle sind Schwäche."
"Ich darf niemandem zur Last fallen."
Solche negativen Glaubenssätze entstehen oft aus unbewussten Familienmustern, die über Generationen weitergegeben wurden. Dadurch wird die Verarbeitung des Verlustes zusätzlich erschwert.
Nachhaltige Hilfe für Männer nach einer Abtreibung kann darin bestehen, die unbewussten Ursachen des Leidens zu erkennen und aufzulösen. Denn Heilung ist ein ganzheitlicher Prozess. Er bezieht Körper, Geist und Seele mit ein.
Hier setzt der Yager Code an. Die Therapie nach Dr. E. Yager ist eine Kurzzeittherapie. Anders als viele Gesprächsverfahren arbeitet der YC mit der überbewussten Intelligenz. Dabei müssen belastende Erinnerungen oft nicht ausführlich besprochen werden. Man kann also damit verdeckt arbeiten.
Der Fokus liegt darauf:
emotionale Blockaden zu erkennen
belastende Glaubenssätze aufzulösen
unbewusste Konflikte zu bearbeiten
Schuldgefühle zu reduzieren
Trauerprozesse zu unterstützen
Viele Klienten berichten, dass sie nach der Arbeit mit dem YC mehr innere Ruhe empfinden und wieder nach vorne blicken können. Besonders hilfreich ist die Methode bei vielen Themen - wie etwa Traumata - über die Betroffene nur schwer sprechen können.
Die Folgen einer Abtreibung für den Mann werden häufig unterschätzt. Trauer, Schuldgefühle, Hilflosigkeit und depressive Verstimmungen können Männer oft noch lange begleiten. Das sogenannte Post-Abortion-Syndrom bei Männern (PAS) ist zwar wissenschaftlich umstritten, die emotionalen Belastungen vieler Betroffener sind jedoch real.
Wenn du merkst, dass dich ein Schwangerschaftsabbruch noch immer beschäftigt, solltest du dir professionelle Unterstützung holen. Mit Methoden wie dem Yager Code können unbewusste Belastungen erkannt und verarbeitet werden, damit aus einem schmerzhaften Kapitel nicht eine lebenslange Last wird und du die Schatten der Vergangenheit endlich loslassen kannst.
Praxis für hypno-systemisches Coaching und Therapie München Schwabing und Chiemsee, Prien
(Heilpraktiker für Psychotherapie
Traumatherapie / Hypnotherapie)
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