
Kurz erklärt: Wie gut wir lernen, hängt stark von unserer Stimmung ab. Wer gut gelaunt, dankbar oder entspannt lernt, behält mehr – und vor allem mehr Positives. Wer gestresst, wütend oder ängstlich lernt, behält weniger. Fachleute nennen das den Stimmungskongruenzeffekt. Dazu kommt: Was wir uns aktiv erarbeiten, bleibt besser hängen als bloß Gelesenes.
Die drei Tipps auf einen Blick: 1. Gute Stimmung vor dem Lernen · 2. Stress erst loswerden, dann lernen · 3. Aktiv lernen
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Sie sitzen vor Ihren Büchern, büffeln den Lehrstoff in sich hinein, und es bleibt dennoch so gut wie nichts hängen. Oder Sie lesen Ihren Stoff durch und fragen sich am Ende der Seite, wo Sie denn jetzt schon wieder mit Ihren Gedanken waren. Es ist schon vertrackt: An manchen Tagen geht einfach nichts. Dann gibt es wieder Tage, da läuft alles wie am Schnürchen. Sie verstehen die Formeln oder Formulierungen, haben sogar Beispiele aus Ihrem Leben, sind gut drauf, und es macht stellenweise sogar Spaß.
Studien zum sogenannten Stimmungskongruenzeffekt haben das untersucht. Man wollte wissen, wie sich die Stimmung einerseits und die Art des Lernens andererseits auf das Erinnerungsvermögen auswirken. Dazu zeigte man den Teilnehmern Videos: der einen Gruppe Filme, die positive Gefühle wie Freude, Dankbarkeit und inneren Frieden erzeugen, der anderen Gruppe Filme, die Wut, Trauer oder Angst auslösen. Anschließend sollten alle zwanzig Wörter auswendig lernen. Währenddessen wurden die Gehirnströme gemessen und mit einem bildgebenden Verfahren ausgewertet.
Das Ergebnis zeigte eine klare Tendenz: Wer gut drauf war, lernte deutlich mehr Wörter. Wer schlecht drauf war, behielt deutlich weniger. Noch klarer wurde es beim Blick auf die gelernten Wörter. Sie waren mit positiven und negativen Eigenschaften besetzt, etwa „freundlich“ und „arrogant“ oder „abwesend“ und „fokussiert“. Wer gut gestimmt war, behielt mehr positive Wörter. Wer negativ gestimmt war, behielt nicht nur weniger Wörter, sondern vor allem weniger positive. Mit anderen Worten: Der Stimmungsfilter beeinflusst direkt, was wir wahrnehmen und behalten.
Untersucht wurde auch, wie man die Wörter lernte. Musste man aktiv werden, etwa weil bestimmte Buchstaben fehlten und man sie im Geist ergänzen musste, blieben sie besser hängen, als wenn man sie nur las.
Tipp 1 – Good Mood: Bringen Sie sich in eine positive Grundhaltung, bevor Sie sich an den Schreibtisch oder an den Computer setzen oder Ihre Lehrbücher aufschlagen. Wie geht das? Indem Sie zum Beispiel darüber nachdenken, wofür Sie im Leben dankbar sind. Indem Sie an ein freudiges Ereignis der letzten Tage denken oder an einen echt friedvollen Moment. Das alles stimmt Sie positiv ein.
Tipp 2 – Erst den Stress loswerden, dann lernen: Fangen Sie möglichst nicht an zu lernen, wenn Sie sich gerade gestritten haben, sich über etwas aufregen oder sich große Sorgen machen. Das sind Stressoren, die sich negativ auf Ihr Lerngedächtnis auswirken. Natürlich hat man seine Situation nicht immer in der Hand: Mal drängt ein Termin, mal schreit das Baby, mal will jemand etwas, das keinen Aufschub duldet. Dann ist es besser, erst etwas anderes zu machen oder zumindest kurz innezuhalten, eine kleine Atemübung zu machen oder mit Selbsthypnose zu arbeiten. Selbsthypnose hilft auch, wenn man von Haus aus einen inneren Widerwillen gegen das Lernen hat. Dieser Widerwille entspringt oft einem verletzten inneren Kind. Mit dem Yager Code kann man es beruhigen oder zum Spielen auf den inneren Spielplatz schicken. Gelingt Ihnen das allein nicht, kann eine Sitzung helfen – auch online.
Tipp 3 – Seien Sie aktiv: Wenn Sie in guter Stimmung sind und Ihr inneres Kind entspannt auf der Schaukel wippt, erarbeiten Sie sich den Stoff aktiv. Schreiben Sie heraus, möglichst von Hand, denken Sie nach, wiederholen Sie laut. Erklären Sie den Stoff einem gedachten Zuhörer – oder später Ihrem Partner, auch wenn er die Augen verdreht, weil er eigentlich lieber Fußball schaut. Na gut, vielleicht finden Sie einen passenderen Moment. Durch aktives Lernen arbeiten wesentlich mehr Hirnareale mit, und das Gelernte bleibt entschieden besser im Gedächtnis.
Miriam lernt wirklich hart. Aber der Stoff will einfach nicht hängen bleiben. Es ist, als ob er ihr durch die Finger gleitet. Und wenn die Lehrerin den Stoff der letzten Stunde abfragt, ist sie wie blockiert.
In der Behandlung tauchten negative Glaubenssätze auf, die die Eltern achtlos hingeworfen hatten: „Du kannst dir auch gar nichts merken.“ Solche Sätze wirken wie negative Suggestionen. Das Unterbewusstsein versteht sie als Auftrag, entsprechend zu handeln.
Mit dem Yager Code konnten diese Fehlprogrammierungen rekonditioniert werden. Heute freut sich Miriam sogar darauf, abgefragt zu werden.
Was Sie sich also merken können: Angst, Niedergeschlagenheit und Wut sind denkbar schlechte Lehrer. Halten Sie sich lieber an Freude, Dankbarkeit und Frieden – das sind Ihre besten Lehrmeister. Und: Lernen Sie aktiv!
Wenn die Angst vor der Prüfung größer ist als die Lust am Lernen, lesen Sie weiter bei Prüfungsangst. Ob eine Begleitung für Sie passt, klären wir im kostenlosen Vorgespräch – in München-Schwabing, am Chiemsee oder online.
„Frage und forsche, suche und finde!“ (Sir 6,27)
Praxis für hypno-systemisches Coaching und Therapie München-Schwabing und am Chiemsee
(Heilpraktiker für Psychotherapie
Traumatherapie / Hypnotherapie)
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