
Viele Männer glauben, dass das Thema Abtreibung erledigt ist, sobald der Eingriff vorbei ist. Doch manchmal beginnt das eigentliche Leiden erst Jahre später. Besonders dann, wenn die Entscheidung vom Mann aktiv beeinflusst oder sogar erzwungen wurde. Was zunächst wie eine pragmatische Lösung erschien, kann sich später in Schuldgefühlen, innerer Unruhe oder unerklärlichen emotionalen Reaktionen und sogar Bestrafungsfantasien zeigen.
Werner war 28 Jahre alt, als seine Freundin ihm sagte, dass sie schwanger sei. Für ihn kam das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Beziehung war instabil, beruflich fühlte er sich unter Druck und finanziell sah er sich nicht in der Lage, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen.
Wochenlang redete er auf seine Freundin ein. Er erklärte, argumentierte und setzte sie schließlich massiv unter Druck. Am Ende stimmte sie einer Abtreibung zu.
Für Werner war das Thema damit zunächst erledigt. Er sagte sich, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei.
Etwa zehn Jahre später bemerkte Werner Veränderungen. Immer wenn er kleine Kinder sah, wurde er ungewöhnlich nachdenklich. Auf Spielplätzen fühlte er sich unwohl. Besonders belastend waren Situationen, in denen Kinder etwa das Alter gehabt hätten, das sein eigenes Kind heute gehabt hätte.
Die Reaktionen wurden mit der Zeit stärker.
Typische emotionale Reaktionen von Männern nach Abtreibung können sein:
plötzliche Traurigkeit
innere Unruhe
Schuldgefühle
Gereiztheit
Rückzug
depressive Verstimmungen
Grübelzwänge
Schlafprobleme
Werner verstand zunächst nicht, warum ihn diese Situationen so belasteten.
Besonders auffällig war, dass Werner bei bestimmten Situationen regelrecht getriggert wurde. Wenn ein Kind ihn anlächelte, wenn Freunde von ihren Kindern erzählten oder wenn er Väter mit ihren Söhnen sah, spürte er einen Stich in der Brust.
Die psychischen Folgen nach Abtreibung für Väter zeigen sich oft nicht unmittelbar. Viele Männer verdrängen ihre Gefühle jahrelang erfolgreich. Doch verdrängte Konflikte verschwinden nicht. Sie bleiben im Hintergrund aktiv und können durch scheinbar harmlose Situationen wieder ausgelöst werden.
Bei Werner war jeder Kindergeburtstag eine unbewusste Erinnerung an eine Entscheidung, die er nie wirklich verarbeitet hatte.
Schuldgefühle verstecken sich oft hinter Rationalisierungen. Wenn man Werner damals gefragt hätte, ob er Schuldgefühle habe, hätte er entschieden verneint. Er konnte seine Entscheidung logisch begründen.
Doch Gefühle folgen nicht immer der Logik.
Viele Männer entwickeln unbewusste Konflikte zwischen ihrem damaligen Handeln und ihren heutigen Werten. Besonders wenn sie später selbst Vater werden oder sich ihre Lebenssituation verändert, tauchen Fragen auf:
Wie wäre mein Kind heute?
War die Entscheidung wirklich richtig?
Habe ich meiner Partnerin Unrecht getan?
Kann ich mir selbst vergeben?
Männer nach Abtreibung - Schuldgefühle und Trauer äußern sich oft genau auf diese Weise – nicht als offenes Schuldbekenntnis, sondern als innere Unruhe, die sich nicht erklären lässt.
Und warum spüren manche Männer die Folgen erst Jahrzehnte später?
Die Seele hat ihre eigene Zeitrechnung. Was mit 28 verdrängt werden konnte, kann mit 40 oder 50 plötzlich wieder auftauchen. Je älter wir werden, um so dünhäutiger werden wir.
Häufig spielen dabei alte Glaubenssätze, die man in der Familie immer wieder gehört hat, oder gesellschafdtlich geprägt sind, eine Rolle:
"Ich darf keine Gefühle zeigen."
"Ich muss nach vorne schauen."
"Die Vergangenheit ist vorbei."
"Ich habe richtig gehandelt."
Zusätzlich wirken oft Familienmuster. In manchen Familien wurde nie über Schuld, Verlust oder Trauer gesprochen. Dadurch fehlen wichtige Strategien zur emotionalen Verarbeitung.
Die Folge: Das Erlebnis bleibt innerlich ungelöst.
Wenn Männer wie Werner Hilfe suchen, geht es selten darum, die damalige Entscheidung rückgängig zu machen. Es geht vielmehr darum, die emotionalen Belastungen aufzulösen, die bis heute wirken.
Der Yager Code arbeitet direkt mit den unbewussten Ursachen solcher Belastungen. Dabei müssen schmerzhafte Erinnerungen häufig nicht ausführlich besprochen werden.
Der Fokus liegt darauf:
unbewusste Schuldgefühle zu erkennen
emotionale Konflikte aufzulösen
belastende Glaubenssätze zu verändern
alte Familienmuster zu bearbeiten
innere Versöhnung zu ermöglichen
Viele Männer erleben dabei erstmals das Gefühl, Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen zu können.
Viele Betroffene glauben, sie müssten mit ihren Gefühlen allein fertig werden. Doch gerade Männer sprechen oft mit niemandem über ihre Trauer oder ihre Schuldgefühle.
Wenn du bemerkst, dass dich ein Schwangerschaftsabbruch auch Jahre später noch beschäftigt, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein. Nicht um Schuld zu verteilen, sondern um innere Belastungen loszulassen und wieder frei nach vorne zu schauen.
Die Folgen einer Abtreibung für den Mann zeigen sich manchmal erst viele Jahre später. Was damals als vernünftige Entscheidung erschien, kann später Trauer, Schuldgefühle oder unerklärliche emotionale Reaktionen auslösen. Besonders wenn Männer die Abtreibung aktiv gefordert haben, können unbewusste Konflikte entstehen, die lange verborgen bleiben.
Der Yager Code bietet die Möglichkeit, diese inneren Belastungen an ihrer Ursache zu bearbeiten und aufzulösen. So kann aus Schuld und Schmerz wieder innere Ruhe entstehen.
Praxis für hypno-systemisches Coaching und Therapie München Schwabing und Chiemsee, Prien
(Heilpraktiker für Psychotherapie
Traumatherapie / Hypnotherapie)
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